Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Biologie

10.000 Krankheiten werden durch Genmutation ausgelöst. In der modernen Genomanalyse steckt damit ein ganz erhebliches Potenzial. Alles scheint möglich: verbesserte Krebstherapien, ein Sieg über die Malaria, personalisierte Medizin, Organtransplantationen ohne Komplikationen. „Das ist die nächste Technologierevolution“ ist Peer M. Schatz, Vorstandsvorsitzender der QIAGEN N.V., überzeugt.

„CRISPR“, die so genannte ‚Genschere’, könne die Molekularbiologie fundamental verändern, so Schatz. Denn sie ermögliche es, Gene in bisher ungeahnt hoher Geschwindigkeit und Effizienz mithilfe von Enzymen zu „editieren“, also zu schneiden und zu ergänzen.

Wie weit aber ist es jetzt noch zum „Designerbaby“? Lassen sich künftig Intelligenz, Schönheit und Sportlichkeit bald schon im Embryo formen? Schatz: „Hier spielen oft hunderte von Genen zusammen, es wird noch viele Jahre dauern, bis das überhaupt verstanden ist.“  Doch nicht nur ethische Fragen seien zu klären, auch Risiken müssen verstanden werden. „Die Akzeptanz von Risiken gehörten zu Forschung und Technik“, ist Schatz überzeugt. Jedoch, auch mit CRISPR werde der Krebs nicht übermorgen besiegt sein, betonte Schatz: „Aber das Versprechen dieser Technologie ist unglaublich“. Die Brücke zum Asset Management schlug Ralf Lochmüller, Sprecher der Partner von Lupus alpha: „Ein ganz wesentliches Merkmal des aktiven Managements ist es, Unternehmen wie Qiagen ganz früh zu entdecken und über viele Jahre zu begleiten.“ Der Aufruf, mit dem Schatz seinen Vortrag schloss, passt damit ebenso zum Vermögensverwalter wie zum Wissenschaftler: „Carpe Futurum“.