Wir unterziehen unser Portfolio einem Klima-Stresstest

Der schwedische Pensionsfonds Alecta verwaltet die betriebliche Altersversorgung von 2,4 Millionen Menschen in etwa 34.000 Unternehmen. Sein Volumen liegt bei rund 90 Milliarden US-Dollar. Seit 2016 ist Alecta Mitglied der „High-Level Expert Group on Sustainable Finance” der EU-Kommission, die im Januar 2018 ihren Abschlussbericht vorgelegt hat. Die Empfehlungen der Expertengruppe für nachhaltige Finanzierungen bilden die Grundlage für den im März 2018 verabschiedeten Aktionsplan für nachhaltige Finanzierungen. Ziel der EU-Kommission ist es, Nachhaltigkeitsüberlegungen in ihren finanzpolitischen Rahmen zu integrieren.

„Es geht darum, nachhaltiges Wachstum zu finanzieren“, sagte Magnus Billing, CEO von Alecta. Dafür aber bedarf es eines passenden Rahmens. So brauche es bessere Daten, wenn ESG-Kriterien in den Anlageprozessen etabliert werden sollen, aber auch eine klare gemeinsame Sprache. Der Aktionsplan der EU-Kommission enthalte deshalb eine umfassende Strategie, um Finanzen und Nachhaltigkeit zu verknüpfen.

Alecta gehört heute schon zu den Investoren, die mit hohen Nachhaltigkeitsstandards arbeiten: „Wir sehen keinen Konflikt zwischen Nachhaltigkeit und Rendite“, betont Billing. So strebe Alecta an, dass das Aktienportfolio dem Ziel des Pariser Klima-Abkommens entspricht.  „Dafür werden wir 2019 unser Gesamtportfolio einem Klima-Stresstest unterziehen.“ Nachhaltigkeit wirkt bei Alecta bis hinein in die Anreizsysteme. So wird die variable Vergütung der Portfoliomanager unter anderem an Benchmarks für ESG-Performance bemessen.