Es geht um Relevant Data, nicht um Big Data.

„Eigentlich ist künstliche Intelligenz ein alter Hut“, sagte Ralf Lochmüller, Sprecher der Partner von Lupus alpha. Schon seit Mitte der 1950er Jahre beschäftigen sich Wissenschaftler damit, Maschinen das ‚Denken’ beizubringen, damit diese ähnlich wie der Mensch komplexe Probleme selbständig lösen können. Doch erst heute leben wir den Durchbruch dieser Technologie.

Maschinelles Lernen verbindet sich mit dem Internet sowie mit der wachsenden Fähigkeit lernender Algorithmen, Muster zu erkennen und zu interpretieren. „Die Folgen dieser Entwicklung kommen einer Zeitenwende gleich, wie sie in der Menschheitsgeschichte nur das Feuer und die Elektrizität eingeläutet haben“, betonte Lochmüller. Schon heute umgebe uns künstliche Intelligenz – in eigenständig einparkenden Autos, Suchmaschinen, Sprachassistenten, Übersetzungsdiensten und unzähligen weiteren Anwendungen.

Was aber bedeutet das für das aktive Fondsmanagement? Lochmüller ist überzeugt: „Der Faktor Mensch spielt weiter eine entscheidende Rolle“. Intelligente IT-Systeme seien ohne Zweifel nützlich und unverzichtbar. Sie übernehmen das Handwerk des Number-Crunchings, die effiziente Verarbeitung großer Datenmengen. „Doch für Alpha reicht Handwerk allein nicht aus“, betonte der CEO von Lupus alpha. Der Mehrwert des Fondsmanagers liege darin, hinter Algorithmen und bekannte Fakten zu blicken und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Indem er sich einen persönlichen Eindruck verschafft, wenn er Unternehmen besucht und Vorstände befragt. Und indem er sich mit Kollegen im kritischen Austausch selbst hinterfragt. Nur so sei es möglich, standardisierten Investmentkonzepten zu entkommen. „Es geht eben nicht um Big Data, es geht um Relevant Data.“